Französische Alpen ...
... ich kanns nicht lassen!
Ja – ich war mal wieder in den Französischen Alpen unterwegs. Mittlerweile sind die dortigen Pässe für mich wie entfernt wohnende Verwandte, die man jährlich mal besucht. Nur schöner 🤣
Hier eine kurze Fotostrecke mit wenig Text. Wer mehr lesen will, kann sich gerne meine letzten drei Reiseberichte durchlesen. Die Links dazu findet ihr ganz am Schluss.
Tag 1 | 03.08.2025 | 542 km
Heute gehts wieder mal los in meine Lieblingsregion in den Alpen. Die Anfahrt – wie letztes Jahr auch – über die Autobahn bis Martigny. Dann weiter über den Großen Sankt Bernhard zum Tagesziel Aosta.
Pause mit Aussicht am Genfer See
Kaffeestopp auf dem Großen Sankt Bernhard
Ankunft in Aosta
Der Grillteller zum Abend war ein Gedicht
Tag 2 | 04.08.2025 | 315 km
Der zweite Tag soll uns bis zu unserem Basishotel in Eygliers führen. Von dort aus werden wir in den nächsten Tagen sternförmig die Gegend erkunden. Die für heute geplanten Ziele sind der Kleine Sankt Bernhard, der Col de l’Iséran, der Col du Télégraphe und zuletzt der Col du Galibier.
Morgens der erste Blick aus dem Zimmer. Der Tag wird schön.
Natürlich gabs auch diesmal einen Kaffee auf dem Kleinen Sankt Bernhard
Der erste Paparazzo dieser Reise hat mich auf dem Col de l’Iséran erwischt
Meine üblichen Fotospielereien auf dem Col de l’Iséran …
Natürlich war die Pass-Butze auch dieses Mal wieder zu
Wer gute Augen hat, kann den von mir gestalteten RdGA-Aufkleber erkennen. Der hing schon letztes Jahr dort.
Das Panorama auf dem Iséran nötigt mir jedesmal aufs Neue einen Schnappschuss ab.
Der Galibier zaubert mir immer wieder zuverlässig ein dümmliches Grinsen ins Gesicht. Und der Paparazzo hats eingefangen. Sauber!
Auf dem Galibier läuft wie immer die Kamera heiß
Einer macht immer das Bild kaputt 🤣
Tag 3 | 05.08.2025 | 260 km
Heute bleibts etwas flacher, den es geht einmal rund um den Lac de Serre-Ponçon. Besonders freue ich mich auf den Abstecher zum Mont Colombis mit seinem sagenhaften Panorama. Für heute sind um die 36 °C angesagt. Nicht gerade mein Wetter.
Der Lac de Serre-Ponçon zeigt sich uns beim Umrunden immer wieder in neuen Perspektiven
Grandioses Panorama auf dem Mont Colombis. Die Anfahrt zum Gipfel war ebenfalls lecker.
Bei dieser Kulisse liegt es nahe, meine Mitfahrer mal gesammelt abzulichten.
Tag 4 | 06.08.2025 | 246 km
Die Sperrungen der Pässe für die Radfahrer und diverse Baustellen zwingen uns für heute und morgen ein geändertes Programm auf. Aber wir sind ja flexibel. Heute gehts über den Col de Vars zum Col de la Bonette und anschließend zum Col d’Allos, der endlich mal wieder offen ist.
Am Aussichtspunkt auf der Cime de la Bonette herrscht wieder reges Treiben. Zum Ablichten des Panoramas war dennoch Gelegenheit.
Die Bilder vom Hinkelstein dürfen natürlich nicht fehlen
Auf der Südrampe lauern die Laser-Flicks. Rausgezogen wurde dann ein paar Meter weiter im Camp des Fourches.
Das alte Militärcamp ›Camp des Fourches‹
Eine entspannt grasende Schafherde hinter den Ruinen
Nach einer teilweise haarsträubenden Fahrt über die Nordrampe erreichen wir die eher langweilige Passhöhe des Col d’Allos. Anschließend gehts genauso haarsträubend wieder Richtung Norden runter. Auf dem Col de Vars noch gemütlich einen Kaffee inhalieren und dann ab ins Basishotel nach Eygliers.
Tag 5 | 07.08.2025 | 271 km
Improvisation soll auch heute Trumpf sein. Unser neuer Plan führt uns über Briançon zum Col de Montgenèvre und dann über die Südrampe des Col du Mont Cenis zum Lac du Mont Cenis. Danach gehts zurück nach Susa und dann über Bardonecchia auf den Col l’Échelle. Anschließend durchs schöne Hochtal Val-des-Prés zum Col d’Izoard, dann durch die Gorges de Guil wieder zum Basislager.
Stimmungsvolle Nebelfelder, die nach und nach die Sicht auf den Lac du Mont Cenis freigeben
Und ein Bild vom eigenen Mopped muss auch mal sein
Der Col d’Izoard empfängt uns mit bestem Wetter
Tag 6 | 08.08.2025 | 313 km
Wir verlassen heute unser Basiscamp in Eygliers und machen uns auf den Weg nach Norden mit Tagesziel Sallanches. Es geht über den Col du Lautaret zum Col du Galibier, dann über den Col du Télégraphe zum Col de la Madeleine. Nach der Pause ziehen wir weiter zum Cormet de Roselend und zum Stausee. Der Col des Saisies wird dann der letzte richtige Pass des Tages werden.
Mit total versautem Mopped auf der Südrampe des Galibiers. Die Baustelle am Anstieg zum Lautaret hat deutliche Spuren auf Mensch und Maschine hinterlassen.
Die ›Auberge de Plan-Lachat‹ an der Nordrampe des Galibiers lädt zu einem kurzen Kaffeestopp ein. Ein traumhaftes Plätzchen!
Ideales Wetter auf dem Col de la Madeleine
Ein Stopp im ›La Banquise‹ ist Pflicht. Und der göttliche Blaubeerkuchen darf dabei natürlich fehlen.
Es geht weiter. Der Mont Blanc zeigt uns die Richtung.
Der letzte Passfotograf erwischt mich dann am Cormet de Roselend.
Das Panorama am Lac de Roselend nötigt mir immer wieder einen Fotostopp ab.
Tag 7 | 09.08.2025 | 525 km
Der Tag der Heimreise ist gekommen. Noch bei Dunkelheit starten wir Richtung Chamonix, überqueren den Col des Montets, die Schweizer Grenze, den Col de la Forclaz und erreichen Martigny. Nach dem obligatorischen Tankstopp an der ENI erwartet uns jetzt die Schweizer Autobahn. Am Autohof Bremgarten in Hartheim stoppen wir wie immer für eine kleine Mittagspause bei Currywurst und Kaffee.
Anschließend gehts mit vollem Tank auf der A5 nach Hause. Natürlich nehme ich den Stau zwischen Pforzheim-West und Pforzheim-Süd wieder mit. Gehört ja irgendwie dazu.
Die gefahrene Route
Ergänzende Links
Frankreich Motorradstrecken Motorradtour RdGA Route des Grandes Alpes Seealpen Tour



Eine super schöne Tour und eine tolle Beschreibung. Gibt es die Möglichkeit die .gpx-Dateien dafür zu bekommen? Ich würde sie gerne nachfahren.
GPX-Dateien habe ich keine. Zum Einen mussten wir oft improvisieren, zum Anderen ist mir die Gegend mittlerweile sehr gut bekannt.
Als Anhaltspunkt für unsere Strecke dienst somit das Bild unter „Die gefahrene Route“. In Kombination mit den Routenhinweisen in meinem Text kannst du dir die Strecke recht schnell selbst zusammenklicken.
Hallo Joachim,
was soll ich sagen – MEGA geile Homepage! Absolut beeindruckend, was du hier auf die Beine gestellt hast. Man kann kaum erahnen, wie viel Zeit, Herzblut und Arbeit darin stecken. Ganz großes Kino!
Wir waren letztes Jahr auf Sardinien unterwegs und haben uns für dieses Jahr die Route des Grandes Alpes vorgenommen. Frankreich ist für uns bislang allerdings weitgehend Neuland – abgesehen von Paris oder ein paar geschäftlichen Abstechern nach Nordfrankreich sind wir absolute France-Rookies. Umso wertvoller sind deine vielen Tipps, Routen, Beschreibungen und Erfahrungen. Das hilft mir wirklich enorm bei der Planung.
Einziger Wermutstropfen: Mit den französischen Ortsnamen, Pässen, Straßen, Hotels und POIs tue ich mich noch etwas schwer – einordnen, aussprechen oder gar merken ist für mich eine echte Herausforderung. Französisch ist für mich ungefähr so nah wie der Veganer am Steak 😄
Und ja, als etwas knäschiger Vogel sehe ich mich schon verzweifelt vor der Speisekarte sitzen, wenn ich kein Wort verstehe. Aber klar ist auch: Wenn man immer nur im Land von Pizza und Pasta unterwegs ist, kommt man halt nie nach Frankreich.
Eine Frage hätte ich dennoch an dich:
Würdest du als Route-des-Grandes-Alpes-Rookie die Strecke eher klassisch von Nord nach Süd bis ans Mittelmeer fahren und dann irgendwie den Rückweg antreten – oder würdest du eine deiner ausgearbeiteten Touren, z. B. die aus 2025, komplett nachfahren?
Vielen Dank vorab und nochmals großen Respekt für deine Arbeit!
Grüße aus 74564
Heiko
Hallo Heiko,
zunächst mal vielen Dank für deine lobenden Worte. Solche Rückmeldungen erhalten meine Motivation, hier weiterzumachen.
Mach dir keinen Kopf bei den Speisekarten. Einige sind zweisprachig FR/EN, einige selbsterklärend und der Rest ist mit Hilfe eines Online-Übersetzers gut zu meistern.
Als RdGA-Rookie empfehle ich dir, dich an der offiziellen Route zu orientieren, hin und wieder aber auch mal eine interessante Alternativstrecke zu wählen.
Wenn du so planst, kannst du die Strecke auch abwechslungsreich wieder zurück fahren. Es schadet übrigens nicht, einen Pass in umgedrehter Richtung doppelt zu fahren. Du wirst sehen, dass sich die Befahrung in beiden Richtungen lohnt.
Schau dir z.B. mal die Vorschläge zu alternativen Strecken (blau) parallel zur offiziellen Route (rot) an:
https://www.moppedhotel.de/routedesgrandesalpes/#alternativen
Hier findest du schon einige Vorschläge, Hin- und Rückreise abwechslungsreich zu gestalten.
Und, je nachdem, wie viel Zeit du für eure Tour hast, kannst noch zusätzliche Highlights (z.B. Gorges du Verdon, Vercors usw.) berücksichtigen.
Wenn du als Planungsvorlage eine Route brauchst, die du auf deine Bedürfnisse anpassen kannst, nimm nicht meine aus 2025, sondern die aus 2022.
Die eignet sich besser für dich.
Viel Spaß beim Planen!
Achim
Achim, ….. DANKE DIR VIELMALS.
Ich bin Dein Fan 😉
Wenn Du 2026 im September fahren möchtest, … ich fahre gerne hinterher „LOL“.
Grüße Heiko