Mont-Dauphin
In den französischen Alpen, im südlichen Département Hautes-Alpes, liegt das befestigte Örtchen Mont-Dauphin. Es liegt 1.050 Meter hoch und strategisch günstig über dem Zusammenfluss von Durance und Guil bei Eygliers.
Der Ort wurde im 17. Jahrhundert auf Befehl König Ludwigs XIV. vom berühmten Festungsbaumeister Vauban geplant und gebaut. Mont-Dauphin liegt auf einem sonnigen Plateau, umgeben von steilen Felswänden.
Die Festung bietet einen faszinierenden Einblick in die Militärarchitektur der frühen Neuzeit.
Die Anfahrt
Wenn ihr aus dem Norden der Route de Grandes Alpes (D902) vom Col d’Izoard kommt, schlängelt sich die Straße zuerst durch das enge Tal der Guil. Nach Guillestre wendet ihr euch nach rechts auf die D902A ins Tal der Durance. Kurz vor Eygliers könnt ihr schon das Hochplateau mit der markanten, sternförmigen Anlage der Festung Mont-Dauphin erkennen.
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Der Parkplatz oben an der Festung bietet eine tolle Aussicht und ist perfekt für eine längere Pause, eine Besichtigung des Ortskerns oder einen Spaziergang durch die alte Anlage. Im Ort selbst sind weitere Parkmöglichkeiten vorhanden.
Die Festung
Ludwig XIV., der Sonnenkönig, beauftragte seinen Chefingenieur Vauban mit dem Bau einer Festung in Mont-Dauphin, nachdem 1692 Truppen aus Savoyen eingefallen waren und das Königreich zu spalten drohten.
Die sternförmige Festung aus rosafarbenem Stein sollte die Provence und die Dauphiné vor weiteren Angriffen schützen. Sie wurde innerhalb eines Jahrzehnts von Grund auf neu auf einem kargen Wüstenplateau namens »die tausend Winde« erbaut.
Die heute unter Denkmalschutz stehende Festung ist ein beeindruckendes Bauwerk: breite Bastionen, verwinkelte Mauern und alte Wehrgänge laden zum Erkunden ein. In der Zitadelle könnt ihr durch die Innenhöfe schlendern und die Aussicht über das Tal genießen. Regelmäßig finden 2-stündige Führungen (in französisch), historische Veranstaltungen, Flohmärkte, Straßenfeste und Ausstellungen statt.
Der »Halbmond«
Die Lunette d’Arçon liegt auf dem Weg vom Besucherparkplatz zum Eingang der Festungsstadt. Sie ist eines der beeindruckendsten Vorwerke von Mont-Dauphin. Der »Halbmond« wurde zwischen 1728 und 1731 gebaut und von Vauban in Auftrag gegeben.
Er sollte die Überwachung eines toten Winkels der Front von Eygliers ermöglichen. Die Architektur ist von außen echt beeindruckend: Ein imposanter zylindrischer Marmorturm, gekrönt von einem eleganten Schieferkegel, vervollständigt das Bauwerk auf der Schluchtseite. Der Zugang erfolgte über einen unterirdischen Gang, der durch den Graben führt und nur im Rahmen von Führungen zugänglich ist.
Ein unauffälliges, aber wichtiges Bauwerk, das zeigt, wie kreativ die Militärarchitektur von Mont-Dauphin war.
Das Dorf
Heute ist Mont-Dauphin ein Dorf mit etwa 170 Einwohnern, die in einer fast intakten Festung leben. Hier wohnen und arbeiten Kunsthandwerker (Holz, Leder, Keramik, Glasmalerei, Textilien) und einige Künstler, die den besonderen Charme des Ortes ausmachen.
Genießt die tolle Aussicht auf das Écrins-Massiv, das Durance-Tal sowie das Guillestre-Plateau und die Guil-Schluchten vom Turm der Stadtmauern des befestigten Dorfes.
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