Madone d'Utelle
Die Madone d’Utelle liegt oberhalb des Vésubie-Tals in den französischen Seealpen, rund 40 Kilometer nördlich von Nizza. Auf etwa 1.180 Metern thront die Wallfahrtskirche auf einem markanten Felsvorsprung. Ihre Geschichte reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück.
Um das Jahr 850 soll die Jungfrau Maria spanischen Seeleuten erschienen sein, die in einen heftigen Sturm geraten waren. In ihrer Todesangst richteten sie ihre Gebete an die Jungfrau Maria und versprachen, ihr zu Ehren eine Kapelle zu errichten, sollte die Jungfrau sie aus dem Sturm retten. Und so geschah es. Aus Dankbarkeit errichteten sie daraufhin eine Kapelle, um an das Wunder zu erinnern. Der erste Bau wurde erweitert und zu einer Kapelle namens ›Notre-Dame des Miracles‹ ausgebaut, die nun zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort geworden ist.
Bei Motorradfahrern ist die Madone d’Utelle wegen ihrer spektakulären Anfahrt mit ihren tollen Panoramen bekannt.
Die Anfahrt ist ein echtes Erlebnis: Enge Kehren, schmale Fahrbahn und stetig wechselnde Ausblicke begleiten euch auf dem Weg nach oben. Die Straße windet sich durch felsige Hänge, vorbei an kleinen Weilern bei mediterraner Vegetation. Mit jeder Kurve öffnet sich der Blick weiter ins Tal – bei klarer Sicht reicht er bis zur Küste. Der Belag ist überwiegend gut, verlangt aber Konzentration, besonders in den engen Spitzkehren.
Unterwegs bieten sich immer wieder kleine Haltebuchten und Aussichtspunkte (1) an. Nutzt diese unbedingt für kurze Stopps – nicht nur zur Erholung, sondern auch für Fotos. Besonders kurz vor dem Ziel lohnt sich ein Halt: Hier habt ihr einen der besten Panoramablicke über das gesamte Vésubie-Tal. Oben angekommen gibt es ausreichend Platz zum Parken und eine kleine Terrasse rund um die Kirche (2).
Die asphaltierte Straße führt noch ein Stück weiter über den Berggrat zu einer Antennenanlage (4).
Auf dem Weg dorthin befindet sich ein Aussichtspunkt mit einer Orientierungstafel in einem kleinen Pavillon (3). Von hier genießt man bei guter Sicht einen tollen Ausblick über die Hügel der Seealpen bis nach Nizza ans Mittelmeer.
Die Kirche selbst ist schlicht, aber die Lage macht sie einzigartig. Das Panorama in alle Richtungen ist beeindruckend und gehört zu den Highlights der Region. Bei gutem Wetter ist dies ein perfekter Ort für eine Pause.
Die Strecke ist eng und wenig befahren, kann aber in der Hochsaison und an Wochenenden belebter werden. Achtet auf mögliche Straßenschäden nach Regen oder im Frühjahr. Insgesamt erwartet euch eine kurzes, aber intensives Bergsträßchen und einer der schönsten Aussichtspunkte im Hinterland der Côte d’Azur. Immer ein lohnenswertes Ziel, wenn man in der Gegend ist.
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